Nach einem Stich gilt es für Allergiker (bzw. Begleitpersonen) rasch handeln:
- Den Stachel des Insekts entfernen
- Bei einer bestätigten Allergie verschreibt der Arzt Medikamente für den Notfall, die Allergiker (in den Sommermonaten) immer bei sich tragen sollten:
- Falls vorhanden: Rasch wirksames Antihistaminikum (z.B. Heuschnupfenmedikament) und Kortison sofort einnehmen
- Rasch wirksames Antihistaminikum und Kortison
- Adrenalin als Fertigspritze (Autoinjektor), wenn die Reaktion über die lokale Einstichstelle hinausgeht, also z.B. Schwellung des Kehlkopfs, Schwindel, Übelkeit, Engegefühl im Brustbereich etc.
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- Notarzt: Schwere Reaktionen treten fast immer innerhalb der ersten 15 Minuten nach dem Insektenstich auf. Kommt es in dieser Zeit zu mehr als einer Hautreaktion an der Einstichstelle (Rötung/Schwellung) sollte man unverzüglich den Notarzt verständigen:
- Euro-Notruf 112 (gilt auch für Deutschland, Österreich und Schweiz)
- Notruf Deutschland 112 oder 19222
- Notruf Österreich 144
- Notruf Schweiz 144
- Beengende Kleidungsstücke ausziehen und die Atemwege freihalten
- Bei Atemproblemen oder Atemnot sitzende Position einnehmen
- Schocklagerung: Treten Anzeichen eines Schocks auf wie kalter Schweiß, Blässe, Schwindel, auf den Rücken legen und Beine hoch lagern. Bei gleichzeitig bestehender Atemnot trotzdem den Oberkörper erhöht lagern („Klappmesserposition“)
- Im Falle einer Bewusstlosigkeit: Stabile Seitenlage durch die Begleitperson und Überwachung der Lebenszeichen (atmet der Patient? Für Geübte auch Puls an der Halsschlagader tasten)
- Wenn keine Lebenszeichen vorhanden sind (Bewusstlosigkeit, keine Atmung und falls geprüft: kein Puls): Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten
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OA Dr. Rainer Schmid: Erste Hilfe nach Bienen- oder Wespenstich
- Wichtig
- In den Sommermonaten die vom Arzt verordneten Notfall-Medikamente immer bei sich tragen. Ablaufdatum rechtzeitig kontrollieren!
- Sicher sein in der Anwendung dieser Medikamente.
- Familie, Kollegen und Freunde über die Allergie und was im Notfall zu tun ist informieren.
- Auch bei leichteren Reaktionen unbedingt einen Arzt aufsuchen!
- Als Begleitperson: Den Allergiker auf keinen Fall alleine lassen!