Allergiker reagieren im Falle eines Insektenstiches nicht nur mit Schwellung und Rötung an der Einstichstelle, die innerhalb von 24 Stunden wieder abklingen, sondern können potenziell lebensbedrohliche Reaktionen entwickeln, die die Haut, die Atemwege und das Kreislaufsystem betreffen.
In schweren Fällen treten innerhalb von Sekunden und Minuten nach dem Stich Beschwerden an anderen Körperstellen auf.
Charakteristische Beschwerden sind:
- Juckreiz an Handinnenflächen, Fußsohlen oder behaarten Körperstellen
- Starker Juckreiz und Rötung am ganzen Körper
- Nesselausschlag
- Schwellungen im Gesicht und am Hals
- Schnupfen und verstopfte Nasenatmung
- Juckende, gerötete und tränende Augen
- Schwindelgefühl und Herzrasen
- Übelkeit (bis zum Erbrechen)
- Schluck- und Sprechbeschwerden
- Husten, Atemnot oder Erstickungsgefühl
- Allgemeines Schwächegefühl, Kraftlosigkeit
- Kollaps
- Bewusstlosigkeit
- Todesangst
Sobald die Beschwerden über eine lokale Hautreaktion hinausgehen - Notarzt rufen! Mehr über das richtige Verhalten im allergischen Notfall lesen Sie unter Notfall – was tun?
Anaphylaxie – schwerste allergische Reaktion
So richtig gefährlich wird die Situation dann, wenn die Reaktionen den gesamten Organismus betreffen (allergische Allgemeinreaktion, Anaphylaxie) und lebenswichtige Prozesse behindern, z.B. wenn der Rachen so zuschwillt, sodass die Atmung unmöglich wird oder wenn der Kreislauf zusammenbricht.
Allergische Allgemeinreaktionen können bereits nach einem einzigen Stich bedrohliche Folgen haben. Sie können innerhalb kürzester Zeit vier Schweregrade nacheinander durchlaufen und kommen häufig auch ohne auffällige Reaktionen an der Einstichstelle vor. Anaphylaktische Reaktionen sind nicht berechenbar und treffen die Patienten meist völlig unerwartet.
Einteilung in Schweregrade
Achtung: Nicht jedes Symptom muss zwingend auftreten!

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Achtung!
Treten etwa eine Viertelstunde nach dem Stich keine schweren Reaktionen auf, kann man davon ausgehen, dass die Gefahr gebannt ist. Es sollte allerdings nach jeder allergischen Reaktion, und sei sie auch noch so gering, ein Allergie-Experte aufgesucht werden!
Um im Extremfall einem schweren, manchmal sogar tödlichen Verlauf vorzubeugen, muss rechtzeitig mit einer Behandlung begonnen werden! Eine Insektengiftallergie kann durch eine spezifische Immuntherapie (Allergie-Impfung) fast vollständig ausgeheilt werden.
Quinckeödem
© Dermatologische Klinik USZ
Urtikaria nach Wespenstich
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